Auszeichnungen PDF Drucken


Im Laufe der Jahre wurden an migrare bzw. bestimmte Projekte und MitarbeiterInnen diverse Preise und Auszeichnungen für das Engagement im Migrationsbereich verliehen. Die folgende Aufzählung bietet einen Überblick:

MENSCHENRECHTSPREIS 2010 für migrare
für 25 Jahre Menschenrechtsarbeit im Kontext von Integration und Inklusion!

Foto: Land Oberösterreich

migrare MitarbeiterInnen bei der Preisverleihung am 09. Dezember 2010 im Landhaus

Seit 1996 vergibt das Land Oberösterreich jährlich, rund um den 10. Dezember – dem Internationalen Tag der Menschenrechte – den „Menschenrechtspreis des Landes OÖ“. Die Auswahl der PreisträgerInnen erfolgt über Vorschlag einer ExpertInnen-Jury durch die oö Landesregierung. Der Preis zeichnet jene Einzelpersonen, Initiativen und Organisationen aus, die sich ganz besonders für die Einhaltung der Menschenrechte im In- und Ausland einsetzen. 2010 fiel die Wahl auf migrare – Zentrum für MigrantInnen OÖ.

Foto: Land Oberösterreich  

Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer, migrare Geschäftsführer Mümtaz Karakurt, MAS und Vorstandsvorsitzender Mag. Christian Hinterberger

 

 


„migrare hat unzähligen Menschen geholfen, Heimat zu finden und aufgenommen zu werden. Eine Arbeit, die nicht immer leicht ist und die heute bedankt werden soll“, so Landeshauptmann Pühringer. 25 Jahre Einsatz für eine menschenwürdige Integrationspolitik, für Chancengleichheit und Gleichberechtigung wurden mit dieser Auszeichnung geehrt.

Geehrt wurden aber vor allem die Menschen, die migrare zum Menschenrechtspreisträger 2010 machten. Durch das oft grenzenlose Engagement und den persönlichen Einsatz konnte Vieles erreicht werden, so zB die Einführung des passiven Wahlrechts bei Interessensvertretungen für MigrantInnen oder die Zuerkennung der Notstandshilfe für MigrantInnen. Immer wieder wurden menschenrechtliche Missstände aufgedeckt und kritisiert. Eine unbequeme aber sehr wichtige Funktion in einer demokratischen Gesellschaft. Christian Hinterberger, Vorsitzender von migrare, richtete seinen Dank an die Belegschaft mit den Worten: „Das ist euer Preis!“.

Die Auszeichnung zum Menschenrechtspreisträger verleiht aber nicht nur Ehre und Anerkennung sondern unterstreicht auch die Verpflichtung zur Kritik. Daher ging Mümtaz Karakurt, Geschäftsführer von migrare, auf aktuelle Fälle ein, die bei einer Veranstaltung wie dieser öffentlich gemacht werden müssen: Ein 5-jähriges Mädchen bekommt die Aufforderung zur Ausreise. Eine seit Jahren in Österreich gut integrierte Familie – die Kinder besuchen die Schule, die Eltern arbeiten beide – muss das Land verlassen. – Fälle wie diese belegen die menschenunwürdige „Integrations“-Praxis in Österreich. migrare fordert diesbzgl. immer wieder eine menschenwürdige Regelung des Bleiberechts.

Weitere Missstände, die Karakurt nennt, sind va die für MigrantInnen stark reglementierten Zugänge zu Bildung, Arbeit und sozialer Absicherung. Die Teilhabe an diesen Ressourcen ist ein universales Menschenrecht und soll auch Menschen, die sich legal in Österreich aufhalten, gewährt werden.

migrare sagt danke für die Verleihung des Menschenrechtspreises 2010 und will die damit verbundenen Verpflichtungen auch weiterhin zur Gänze erfüllen. Denn eine Preisverleihung dieser Art ist auch ein Aufruf, sich aktiv für die Wahrung und Einhaltung von Menschenrechten einzusetzen!


ÖSTERREICHISCHER INTEGRATIONSPREIS 2010
Nominierung für das migrare Projekt "Kompetenzenprofil nach CH-Q"
in der Kategorie "bilden & befähigen"
Am 7. Juni 2010 wurden im Haus der Industrie in Wien die Preisträger des erstmals vergebenen "Österreichischen Integrationspreises 2010" bekannt gegeben. Der Preis wurde von ORF, dem Verein "Wirtschaft für Integration" und der österreichischen Wirtschaft initiiert. In vier Kategorien wurden aus insgesamt 362 Einreichungen 16 Projekte als besonders herausragend nominiert - auch das Projekt Kompetenzenprofilerstellung nach CH-Q für Menschen mit Migrationshintergrund von migrare. Aus den 16 Projekten wurden vier Preisträger von der Jury ermittelt. migrare konnte den Preis leider nicht mit nach Hause nehmen freute sich aber dennoch über die Nominierung.

Hier geht's zur Homepage des Integrationspreises:
CH-Q nominiert für den Österreichischen Integrationspreis

  Vizebürgermeisterin Dr. Christiane Dolezal mit Beraterinnen Sebiha Muslu  und Miladinka Dujakovic


GESUNDHEITSPREIS DER STADT LINZ 2008

für die Lebens-, Gesundheits- und Sozialberatung bei migrare.

Den Preis überreichte Vize-Bürgermeisterin Christiana Dolezal am 2. März 2009 an die diplomierten Lebens- und Sozialberaterinnen Sebiha Muslu und Miladinka Dujakovic.

VizeBgm. Dr. Ingrid Holzhammer mit dem Projektteam und Teilnehmern von multiCOOLtour

 

PREIS DER STADT LINZ FÜR INTEGRATIVE JUGENDARBEIT 2007

für das Jugendprojekt multiCOOLtour, verliehen durch Vize-Bürgermeisterin Ingrid Holzhammer am 12. November 2007.

 

 

 
FRITZ FREYSCHLAG PREIS 2007
verliehen von Wirtschaftskammer Präsident Dr. Christoph Leitl und Arbeiterkammer Präsident Dr. Johann Kalliauer am 9. November 2007. migrare erhielt diesen Preis für die Bemühungen im Abbau von Vorurteilen und dem Gedankenaustausch zwischen MigrantInnen und Polizei.

Michaela Stoiber, Miladinka Dujakovic, Gabriella Kovacs



PREIS DER SPÖ FRAUEN 2007

In Vertretung der SPÖ Frauen überreichte die Nationalratsabgeordnete Sonja Ablinger drei Mitarbeiterinnen von  migrare einen Preis als Anerkennung für das Projekt EGO - Der Weg zum Ich. 

 

GRÜN PREIS 2005

verliehen am 8. Dezember 2005 durch LR Rudi Anschober (Die Grünen OÖ) für migrares Engagement und Courage in Oberösterreich. 

ELFRIEDE-GRÜNBERG-PREIS 2005
für Mümtaz Karakurt (GF migrare), verliehen am 21. November 2005 von der Welser Initiative gegen Faschismus in Würdigung seiner langjährigen konsequenten Unterstützung der demokratischen Aufklärungsarbeit zur Bekämpfung von Rechtsextremismus und Fremdenhass.

FÖRDERPREIS DES KULTURAMTS DER STADT LINZ 1999
für das Projekt Orientierungs-Forum des Vereins zur Betreuung der AusländerInnen in OÖ (heute: migrare), verliehen durch die Jury "Begegnungstage 1999" des Kulturamts der Stadt Linz.